Dreikönigstreffen der Kölner Freien Demokraten

Teuteberg: „Sozialismus macht nicht frei, er macht nicht sexy, Sozialismus macht arm.“

Seit einem dreiviertel Jahr ist Linda Teuteberg Generalsekretärin der Freien Demokraten, nun war sie als Ehrengast beim Dreikönigstreffen der Freien Demokraten in Köln. Mit ihr waren rund 200 Gäste der Einladung des Kölner FDP-Kreisverbands und der FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln ins Sport & Olympiamuseum gefolgt.

Ulrich Wackerhagen, kulturpolitischer Sprecher der FDP-Ratsfraktion und Bettina Houben, Landesvorsitzende der Liberalen Frauen wurden für ihre 50- bzw. 40-jährige Parteizugehörigkeit geehrt und mit ihnen 10 weitere Kölner FDP-Mitglieder für ihre 25-, 40- bzw. 50-jährige Mitgliedschaft bei den Freien Demokraten.

In seiner kurzen Ansprache forderte Deutsch die Kölner Freien Demokraten zu einem engagierten Kommunalwahlkampf mit Ralph Sterck als Spitzenkandidaten auf. „Wir wollen nach der Kommunalwahl im September mit 10 Ratsmitgliedern in den Rat einziehen, damit dort keine Mehrheit mehr ohne die FDP erreicht werden kann.“ Und der FDP-Fraktionsvorsitzende Ralph Sterck machte dann auch gleich Nägel mit Köpfen: „Köln ist immer gut damit gefahren, wenn sich die Liberalen inhaltlich durchgesetzt haben wie beim Rheinauhafen, beim Wiederaufbau der Flora oder beim Haus des Jugendrechts. Wir müssen nach der KölnWahl so stark werden, dass wir uns auch bei der Ost-West-U-Bahn, bei der Vollendung des nördlichen Gürtels oder beim Verbleib des Stadtmuseums im Zeughaus durchsetzen!“

FDP Generalsekretärin Linda Teuteberg stellt in ihrer Rede fest, dass die Freiheit unter Druck geraten sei. In „gelenkten Demokratien“ würden die bürgerlichen Freiheitsrechte beschnitten. Hierzulande verändere sich nicht nur der Debattenstil, sondern auch die Einstellung zum Gewaltmonopol des freiheitlichen Rechtsstaats, dass es unbedingt zu verteidigen gelte. „Es gibt keine höhere Moral als das Recht. Es gilt die Stärke des Rechts, nicht das Recht des Stärkeren.“ Und angesichts linker und grüner Forderungen nach Enteignung und staatlicher Preisbestimmung sieht Teuteberg auch die wirtschaftliche Freiheit bedroht. Sie stellt eine „seltsame Faszination für radikale Vorschläge“ fest. „Dabei sollten wir alle aus der Geschichte oder eigener Erfahrung gelernt haben: Sozialismus macht nicht frei, er macht nicht sexy, Sozialismus macht arm.“, sagt die aus Brandenburg stammende Linda Teuteberg. Folglich sei die große Aufgabe für die 2020er Jahre, die Handlungsfähigkeit der freiheitlichen Demokratie unter Beweis zu stellen. Teuteberg fordert Bildung als Bürgerrecht, um sozialen Aufstieg durch Bildungschancen zu ermöglichen.