AfD inszeniert sich erneut als Opfer

„Die Fratzen des Hasses, der Intoleranz und der Übergriffigkeit sind nur der Spiegel Ihres eigenen Hasses, Ihrer Intoleranz und Ihrer Übergriffigkeit.“

Die AfD versucht sich anlässlich ihrer Wahlversammlung im Gürzenich mal wieder als Opfer zu inszenieren.

Bühne frei: Freilichtbühnen und Amateurtheater in NRW unterstützen

Der Landtag hat heute auf Initiative von FDP und CDU über die Unterstützung von Freilichtbühnen und Amateurtheater in Nordrhein-Westfalen debattiert. Der kulturpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Lorenz Deutsch erklärt dazu:

„Die Freilichtbühnen und Amateurtheater in Nordrhein-Westfalen sind ein wichtiger Teil der hiesigen Kulturlandschaft. Das kulturelle bürgerschaftliche Engagement an den Theatern ist bemerkenswert, denn die Bürgerinnen und Bürger sind hier ehrenamtlich aktiv. Damit tragen sie insbesondere im ländlichen Raum zur kulturellen Grundversorgung bei. Mit etwa 1.700 Aufführungen von Mai bis September bieten Freilichtbühnen ein abwechslungsreiches Programm für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Die Amateurtheater und Freilichtbühnen leisten wertvolle Kulturarbeit und verdienen eine stärkere finanzielle und konzeptionelle Unterstützung. Daher sollen beide Verbände, der Verband der Amateurtheater und der Verband der Freilichtbühnen, ihre wertvolle Kulturarbeit auch künftig auskömmlich und zukunftsfähig weiterführen können. Wir haben heute im Landtag von Nordrhein-Westfalen einstimmig beschlossen, die Landesregierung mit der Erstellung eines Gesamtkonzepts zur Stärkung der Amateurtheater und Freilichtbühnen in Nordrhein-Westfalen zu beauftragen.

Die Amateurtheater in Nordrhein-Westfalen leben vom ehrenamtlichen Einsatz der Bürgerinnen und Bürger. Sie sind eine wichtige Säule des bürgerschaftlichen Engagements und gewährleisten kulturelles Leben, insbesondere im ländlichen Raum. Eine grundsätzliche Stärkung dieser unverzichtbaren Arbeit durch die Landesregierung ist ein gutes Zeichen für die vielen engagierten Bürgerinnen und Bürger und würdigt ihren ehrenamtlichen Beitrag für die nordrhein-westfälische Kulturszene.”

Soforthilfe für Solo-Selbstständige

Die Solo-Selbstständigen-Hilfe darf derzeit nicht für den Lebensunterhalt verwendet werden. Diese sehr einschränkende Regel des Bundes muss abgeschafft werden. Sie geht an der Lebenswirklichkeit vieler Solo-Selbstständiger vorbei. Deshalb fordern wir, dass die Soforthilfe für Solo-Selbstständige von 1200 Euro im Monat auch für die Lebenshaltungskosten genutzt werden darf.

Das Bundeswirtschaftsministerium hat bekräftigt, dass die Hilfsmittel für Solo-Selbstständige nicht für den Lebensunterhalt eingesetzt werden dürfen. Die FDP-Landtagsfraktion hatte gemeinsam mit der CDU bereits in der vergangenen Plenarwoche in einem Entschließungsantrag darauf gedrungen, dass die Soforthilfe anteilig zur Finanzierung des Lebensunterhalts genutzt werden kann. Zahlreiche Bundesländer haben in ähnlicher Weise an den Bund appelliert. Umso bedauerlicher ist, dass der Bund vor der Lebensrealität der Solo-Selbstständigen verschließt.

„Die Entscheidung des Bundes ist wirklich enttäuschend. Der Bund verweist zwar auf den erleichterten Zugang zur Grundsicherung, aber diese Haltung ist realitätsfremd und geht an der Lebenswirklichkeit vieler Solo-Selbstständiger, insbesondere der vielen freischaffenden Künstlerinnen und Künstler vorbei. Deren Problem ist ja nicht, dass sie arbeitslos sind, sondern nicht arbeiten dürfen. Und auch während der Phase der schrittweisen Öffnungen der Kultureinrichtungen stehen viele Künstler vor existenziellen Fragen. Die Haltung des Bundes zu diesem Thema ist für mich nicht nachvollziehbar. Die Betroffenen werden von der Bundesregierung offensichtlich nicht ernst genommen.“

Kulturförderung im ländlichen Raum

Kultur für alle und überall Kultur!

Urbanisierung und demografischer Wandel sind die großen Herausforderungen für kulturelle Einrichtungen im ländlichen Raum. Unsere Aufgabe muss es sein, neben der regionalen Kulturförderung, strukturell Möglichkeiten zu verbessern. Wir müssen die Kooperation zwischen Kulturträgern und mehr interkommunale Vernetzung ermöglichen. Daher beantragen wir die Landesregierung damit, ein umfassendes Konzept zur Stärkung der Kultur in ländlichen Räumen zu erstellen.

Entwurf des zweiten Kulturförderplans

Die Zeiten der Konzeptprosa sind beendet. Wir gehen ganz konkret in die Kulturförderung und in den Anstieg von Kulturförderung.

Verabschiedung des Bibliotheksstärkungsgesetzes

Kulturfördergesetz ermöglicht Bibliotheken die Sonntagsöffnung -NRW-Koalition stärkt Bibliotheken

Der Landtag hat das von den Fraktionen von CDU und FDP eingebrachte Gesetz „Gesetz zur Stärkung der kulturellen Funktion der öffentlichen Bibliotheken und ihrer Öffnung am Sonntag (Bibliotheksstärkungsgesetz)“ einstimmig verabschiedet. Das Gesetz modernisiert die Aufgabendefinition von kommunalen Bibliotheken im Kulturfördergesetz und ermöglicht ihnen die Sonntagsöffnung. Der kulturpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion Lorenz Deutsch erklärt dazu:

„Die NRW-Koalition ist Vorreiter für eine moderne Bibliotheksgesetzgebung. Bibliotheken haben sich gewandelt. Stand früher die Ausleihe im Vordergrund so sind es heutzutage die Orte selbst – als niederschwellige Lern- und Begegnungsorte mit hoher Aufenthaltsqualität. Als „Dritte Orte“ bieten Sie Raum für kulturellen Austausch über die Generationen hinweg, sind herausragende Orte der Bildung und der Integration. Als Kultur- und Begegnungsorte stehen sie also in einer Reihe mit Museen, Theatern und Kinos. Anders als diese Kultureinrichtungen durften sie aber bislang sonntags nicht öffnen. Neben einer modernen Funktionsbeschreibung machen wir nun den Weg für die Sonntagsöffnung frei. Die Bibliotheken können nun sonntags gerade jungen Familien und Berufstätigen ihre Räume und attraktiven Programme anbieten. Das ist ein wichtiger Beitrag zur Stärkung der Bibliotheken. Ich freue mich sehr, dass der Gesetzentwurf von allen Fraktionen unterstützt wird und dieses Herzensprojekt nun mehr verabschiedet wurde.“

Hintergrundinformationen:

Sonntags in die Bibliothek

Neue Nutzungsmöglichkeiten nicht nur für Familien

Der Landtag hat heute den Gesetzentwurf der Fraktionen von CDU und FDP zur Stärkung der Bibliotheken (Bibliotheksstärkungsgesetz) in 1. Lesung beraten. Das soll die kulturelle Funktion der öffentlichen Bibliotheken stärken und die Öffnung am Sonntag ermöglichen. Der kulturpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion Lorenz Deutsch erklärt:

„Kaum eine Kulturinstitution hat in den letzten 15 Jahren einen so tiefgreifenden Wandel ihrer Funktion und Nutzung erlebt wie die Bibliotheken. Von reinen Ausleihorten haben sich die Bibliotheken zu niederschwelligen Lern- und Begegnungsorten mit hoher Aufenthaltsqualität gewandelt. Mit ihren sozialen und kulturellen Angeboten funktionieren sie als „Dritte Orte“.

Wir wollen unsere Bibliotheken noch attraktiver machen und haben deshalb für sie eine besondere Initiative gestartet. Gerade an dem Tag wo die gesamte Familie die Räumlichkeiten nutzen kann, haben die Bibliotheken bislang geschlossen. Aus diesem Grund wollen wir die Sonntagsöffnung der Bibliotheken in NRW ermöglichen.

Als öffentliche Einrichtungen stehen die kommunalen Bibliotheken in einer Reihe mit Museen, wissenschaftlichen Bibliotheken, Theatern und Kinos. Anders als diese Einrichtungen dürfen die Bibliotheken aber sonntags nicht öffnen. Diese Ungleichbehandlung ist gerade mit Blick auf das veränderte Angebot der Bibliotheken nicht mehr zeitgemäß. Daher haben wir unseren Gesetzentwurf auf den Weg gebracht, um die Sonntagsöffnung zu ermöglichen.“

Hintergrundinformationen:

Stärkungsinitiative für Kunst- und Kulturmuseen

Wir müssen die Kunst- und Kulturmuseen in Nordrhein-Westfalen nachhaltig und strukturell stärken, damit sie ihre auch überregional bedeutsame Funktion weiterhin qualitativ und anspruchsvoll ausüben können. Dies soll durch die bereits etatisierte Kulturetaterhöhung realisiert werden. Dazu soll gemeinsam mit den Museen ein Modell entwickelt werden, das sowohl künstlerischen als auch kommunalen und haushälterischen Ansprüchen gerecht wird.

Ein Kulturgesetzbuch für NRW

Stärken wir die Kultur in Nordrhein-Westfalen, indem wir als erstes Bundesland ein Kulturgesetzbuch schaffen, welches alle kulturrelevanten Gesetze zusammenführt und bündelt. So bauen wir Bürokratie ab und schaffen Übersichtlichkeit!

„Das Kulturgesetzbuch zielt darauf ab, die Rahmenbedingungen der Kunst- und Kulturlandschaft in Nordrhein-Westfalen zu modernisieren und zu verbessern. In den vergangenen Monaten haben wir erste Eckpunkte des Kulturgesetzbuchs erarbeitet, die für Kulturpolitik und Kulturförderung in Nordrhein-Westfalen eine neue Grundlage schaffen: Dialogorientiert in Breiten- und Spitzenkultur, mit klaren Förderstrukturen, transparenten Rahmenbedingungen, in Vielfalt und Teilhabe und lebenslangem Lernen. Wichtig ist die Digitalisierung, da sie vielfältige Vermittlungs- und Vernetzungsmöglichkeiten bietet. Das kulturelle Gedächtnis lebt inzwischen ebenfalls von digitalen Strukturen. Wir verankern Standards für Bibliotheken und Musikschulen, die innerhalb des Kulturgesetzbuches jeweils in einem eigenen Bibliotheks- und Musikschulgesetz geregelt werden sollen. Das Kulturgesetzbuch ergibt eine zusammenfassende und bundesweit einmalige Sammlung aller kunst- und kulturrelevanten Rechtsvorschriften.

Die regierungstragenden Fraktionen von FDP und CDU haben die Verbände frühzeitig an der Entwicklung des Kulturgesetzbuches beteiligt. Den Prozess wollen wir weiterhin partizipativ gestalten und im ständigen Austausch mit den Kulturschaffenden in Nordrhein-Westfalen bleiben. Die gemeinsame Entwicklung des Kulturgesetzbuches soll beispielhaft für die Zusammenarbeit von Politik und betroffenen Akteuren sowie den künftigen Umgang mit der Kultur in Nordrhein-Westfalen sein. Ich freue mich auf die weiteren Diskussionen mit dem Ministerium für Kultur und den Kulturschaffenden über die Ausgestaltung der Richtlinien.“

Kunst und Kultur wird digital

„Digitalisierung darf nicht in digitalen Friedhöfen enden“

Die Digitalisierung bietet den kulturellen Einrichtungen und den im Kulturbereich Tätigen in unserem Land große Chancen und den Menschen neue Formen, an den kulturellen Angeboten orts- und zeitunabhängig teilzuhaben. Für die Weiterentwicklung kulturerhaltender Einrichtungen im digitalen Zeitalter und die von ihnen zu leistende Vermittlung der digitalen Veränderungsprozesse in unserer Gesellschaft muss Politik die Rahmenbedingungen schaffen. Zum Antrag der NRW-Koalition „Fit für die Zukunft und für neue Zielgruppen – Kunst- und Kulturbetrieb wird digital“, erklärt Lorenz Deutsch:

„Digitalisierung bietet die Chance, über die Abläufe, die Gegenstände und die Ziele unserer Tätigkeiten neu nachzudenken. Wenn damit die Herausforderung der Digitalisierung richtig beschrieben ist, dann ist natürlich die Kunst als vielfältiges Medium der Reflexion, der Kritik aber auch der Avantgarde in besonderer Weise herausgefordert. Die Erneuerung künstlerischer Praxis und ihrer Kommunikation wird weder von Politikern noch von Ministerialbeamten entwickelt werden. Unsere geminsame Aufgabe ist es, Möglichkeiten für diese Entwicklungen zu bieten.“

Hintergrundinformationen:

  • Antrag von CDU und FDP: „Fit für die Zukunft und für neue Zielgruppen Kunst- und Kulturbetrieb wird digital“

Extremismus hat bei uns keinen Platz!

„Extremismus hat bei uns keinen Platz und soll auch keinen Platz bekommen, nicht von links und nicht aus Ihrer Richtung!“

Zum Antrag der AfD-Fraktion „Die einseitige Ausrichtung der Landeszentrale für politische Bildung ist zu beenden – Potentielle Aussteiger aus der linken Szene sind zu unterstützen – Opfer linker Gewalt dürfen nicht länger Opfer 2. Klasse sein“, erklärt Lorenz Deutsch:

„Der Blick in den Beschlussteil macht es ganz deutlich. Ihnen geht es nicht um Gleichbehandlung, ihnen geht es um die Schleifung der aufklärerischen Maßnahmen der Landeszentrale für politische Bildung auf dem Feld des Rechtsextremismus. Die dortigen Programme sind Ihnen ein Dorn im Auge. Für uns ist das eine gute Nachricht und eher eine Motivation die Anstrengungen noch zu verstärken. Extremismus hat bei uns keinen Platz und soll auch keinen Platz bekommen, nicht von links und nicht aus Ihrer Richtung!“

Hintergrundinformationen:

Vereinfachung des Zuwendungsrechts

„Bürokratische Entlastung ist sytemische Kulturförderung! Künstlerinnen und Künstler sollen mehr Freiraum für ihre Kunst bekommen.“

Die NRW-Koalition stärkt die Kultur Nordrhein-Westfalens nachhaltig. Dafür werden die Mittel auch in 2019 steigen. Die Stärkungsinitiative Kultur wird erneut um 20 Millionen Euro aufgestockt. Hiervon sollen neben den Theatern und der freien Szene insbesondere auch die Museen unseres Landes profitieren. Endlich gibt es wieder einen eigenständigen Ankaufsetat für die Kunstsammlung NRW.

Kulturförderung bedeutet für uns aber mehr als die Erhöhung der finanziellen Mittel. Auch die Rahmenbedingungen für die Kunstschaffenden und Kultureinrichtungen unseres Landes wollen wir so anpassen, dass sie Freiraum für ihre Kunst bekommen. Das bisherigere Zuwendungsrecht ist geprägt durch einen hohen bürokratischen Aufwand für die Zuwendungsempfänger. Mit dem beschlossenen Auftrag zur Vereinfachung des Zuwendungsrechts im Bereich Kultur, wollen wir die Künstlerinnen und Künstler entlasten und es ihnen ermöglichen, sich auf ihre Kunst zu konzentrieren. Ein Konzept zur Entbürokratisierung soll natürlich auch weiterhin die Prinzipien der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit garantieren, gleichzeitig muss aber auch eine Kultur des Vertrauens Richtschnur sein.

Hintergrundinformationen:

  • Antrag der Fraktion der CDU und der Fraktion der FDP zum Zuwendungsrecht

FREIE EINTRITTE IN NRW-MUSEEN

„Wir müssen attraktive Vermittlungsangebote entwickeln.“

Museen leisten einen wichtigen Beitrag zur Kulturvermittlung. Allerdings erreicht ihr Angebot bestimmte Zielgruppen nicht oder nur unzureichend. Als Antwort darauf pauschal einen generell freien Eintritt zu fordern, ist der Komplexität der Problematik aber nicht angemessen. Stattdessen bedarf es eines Bündels vielfältiger Maßnahmen im Marketing, der Museumspädagogik und natürlich auch der Bezahlschranke, zum Beispiel durch eintrittsfreie Tage oder Ermäßigungen, um die Hemmschwellen eines Museumsbesuches für alle Bevölkerungsgruppen zielführend abzubauen.

Hintergrundinformationen:

Europäische Kulturförderung

„Wenn man ein Beispiel suchen würde, was gemeint ist, wenn man kritisch von der Verzweckung von Kultur spricht, dann bietet dieses EU-Papier reiches Anschauungsmaterial.“

Zum Antrag der SPD „Fit für die Zukunft kultureller Zusammenarbeit:

Der Arbeitsplan Kultur 2019+ solle sich, nach Meinung der SPD, im wesentlichen an den Vorschlägen der Europäischen Kommission zur neuen Kulturagenda orientieren. Leider verfolgt die neue Agenda die völlig falschen Ziele! Denn: soziale, wirtschaftliche und außenpolitische Zwecke sollten die Folgen einer guten Kulturpolitik sein. Die SPD betreibt hier eine Verzweckung der Kultur.

Ziel einer guten Kulturpolitik muss es sein, Künstlerinnen und Künstler zu fördern! Kunst muss frei und darf nicht zweckgebunden sein!

Hintergrundinformationen:

Israelfeindliche BDS-BEWEGUNG

„Israel ist als Heimstaat der Juden gegründet worden. Wer diesen Zusammenhang auflösen will, legt die Axt an die Grundlagen dieses Gemeinwesens an.“

Es gibt einen dezidierten Unterschied zwischen Israelkritik und Israelfeindlichkeit, welchen der sich als israelkritisch ausgebende BDS offenkundig selbst nicht verstanden hat. Wer Israel als jüdischen Staat grundlegend delegitimieren will, wer sich in seinen Aufrufen zum Boykott und zur Isolation im selben sprachlichen Rahmen bewegt, in dem sich einst auch die Nationalsozialisten befanden, ist nicht kritisch, sondern antisemitisch. Und dieser Einstellung stellt sich der Landtag fraktionsübergreifend frei von jedweder Relativierung entschieden entgegen.

Hintergrundinformationen:

  • BDS steht für Boycott, Divestment und Sanctions und ist eine transnationale Kampagne mit dem Ziel, Israel politisch, kulturell und wirtschaftlich zu isolieren.
  • Gegründet 2005 verübt sie verschiedene Aktionen im Geiste der Boykottbewegungen gegen das südafrikanische Aphartheidsregime.
  • Im Zuge der Einladung einer BDS-bezogenen Band zur Ruhrtriennale 2017 war es zum Entflammen einer gesellschaftlichen Debatte in NRW gekommen.

FÖRDERPROGRAMM GEGEN RECHTSEXTREMISMUS

„Uns unterscheidet von den Rechten und Rassisten, dass deren Denken ganz wesentlich auf der Logik Ausgrenzung basiert.“

Für Rechtsextremismus ist in Nordrhein-Westfalen kein Platz. Darüber besteht unter zumindest vier Fraktionen im Landtag Konsens zwischen Regierung und Opposition. Uns verbindet der Glaube an eine demokratische Grundordnung, basierend auf dem Prinzip der Gleichberechtigung. Niemand soll wegen seiner Herkunft, seines Geschlechtes, Aussehens oder Glaubens in irgendeiner Art benachteiligt sein. Deswegen stellt sich auch die Frage nicht, ob das Förderprogramm gegen Rechtsextremismus weitergehen soll. Der Frage nach dem wie allerdings ist nicht mit irgendwelchen politischen Schnellschüssen oder aufgeregt geführten Diskussionen im Plenum gedient. Hier sind  sachgerechte Handlungskonzepte vonnöten, eine ruhige Debatte, in der die effektivsten Maßnahmen evaluiert werden. Etwas anderes wäre dieser Demokratie auch nicht angemessen.

Hindergrundinformationen:

STÄRKUNG KOMMUNALER THEATER UND ORCHESTER

„Wir verfolgen das Ziel einer dezidierten Kulturstärkung.“

In der finanziellen Stärkung kommunaler Theater und Orchester geht es nicht um die Unterstützung einzelner Leuchttürme in NRW, sondern um eine Förderung, welche in die Fläche des gesamten Landes geht. Dafür ist eine so intensive wie konstruktive Zusammenarbeit mit den Kommunen nötig. Zu diesem Zweck werden die Zuschüsse kommunaler Einrichtungen Jahr für Jahr um sechs Millionen Euro erhöht. Zudem sind wettbewerbsfördernde Elemente angedacht, nicht nur als Förderung avantgardistischer Konzepte, sondern zum Beispiel auch zur Personalstärkung, offen und ohne allzu starre Vorgaben, damit die kommunale Unterstützung umfassend und zielführend geleistet werden kann.

Hintergrundinformationen:

FÖRDERUNG VON „DRITTEN ORTEN“ IN NRW

„Man kann diese Selbstverständlichkeiten beantragen, wenn man aber glaubt, dass das Ministerium in der Lage ist, sachgerecht zu arbeiten, muss man es nicht.“

Die Förderung der sogenannten „Dritten Orte“ ist ein wichtiges Thema des Koalitionsvertrages der Landesregierung, in dem es vornehmlich um die Konzeptualisierung und Förderung von niedrigschwelligen Möglichkeiten geht, Menschen zusammenzuführen und ihnen ein bildendes, kulturelles oder auch geselliges Angebot zu bieten. Ob durch Bibliotheken, Kulturhäuser oder auch Cafés in Gemeindezentren, die konkrete Gestaltung eines Dritten Ortes ist immer von den jeweiligen, lokalen Begebenheiten abhängig, weshalb rasch Pilotprojekte und Förderkonzepte ausgearbeitet werden. All diese Maßnahmen sind klar und bündig im Antrag der CDU und FDP formuliert. Der darauf aufbauende Entschließungsantrag der SPD ist ein schönes Beispiel dafür, wie man mit mehr Worten und weniger Substanz am Ende nahezu dasselbe sagt, ohne sich wirklich konstruktiv an der Debatte zu beteiligen.

Hintergrundinformationen:

  • Antrag der CDU und FDP zur Förderung. Antrag der CDU und FDP zur Förderung „Dritter Orte“
  • Entschließungsantrag der SPD zu den „Dritten Orten“
  • KUNSTSTIFTUNG NORDRHEIN-WESTFALEN

    „Die Kunststiftung NRW ist eine ausgesprochen wichtige Einrichtung zur Kulturförderung des Landes, ein Gütesiegel für Professionalität und Qualität. Mit jährlich etwas mehr als 9,5 Millionen Euro Förderbeträgen ist sie ein verlässliches Instrument zur Förderung von Exzellenzprojekten.“

    In ihrem Antrag hat die SPD es sich offenbar auf die Fahne geschrieben, die Höhe der Förderbeiträge sowie die generelle Förderpolitik der Kunststiftung auf den Prüfstand zu stellen, eine Aufgabe, welche eigentlich für das Kuratorium der Stiftung selbst vorgesehen ist und nicht für eine Partei, die als erstes Gremium der Stiftung firmiert. Zielführend ist und bleibt die Debatte auf Fachebene.

    Hintergrundinformationen:

    KULTURFÖRDERUNG DURCH DIE LANDESREGIERUNG

    „Die neue Landesförderung ist das, was diesen Namen auch verdient: echte Förderung.“

    Der Antrag der SPD der Erneuerung des Orchester- und Theaterpaktes vom 28.02.18 ist vor allen Dingen das Eingeständnis des eigenen kulturpolitischen Versagens in den Jahren von 2013 bis 2017. An dieser Stelle hat die schwarz-gelbe Landesregierung einen neuen Ansatz gewählt. Statt intransparenter Pakte, Einmalzahlungen, die weder flexibel auf neue Umstände reagieren, noch verlässliche Zusammenarbeit bieten können, wurde die Förderung kommunaler Orchester und Theater auf völlig neue Grundlagen gestellt. Diese machen das Land zu einem berechenbaren, hilfreichen Partner für die Einrichtungen, die im besten Fall weit über die aktuelle Legislaturperiode hinaus davon profitieren.

    Hintergrundinformationen:

    HAUS DER LANDESGESCHICHTE NRW

    „Jede Generation entwickelt ein eigenes Verhältnis zu ihrer Geschichte.“

    Zur Erforschung, Vermittlung und Präsentation der Landesgeschichte von NRW hat der Landtag die Einrichtung eines Hauses der Landesgeschichte beschlossen. Dieser Schritt ist gut und wichtig, die Umsetzung will allerdings wohl durchdacht werden. Daher liegt der Fokus zum einen auf der Vernetzung der historischen Fachwissenschaft zur Gesellschaft und den Menschen, welche diese Geschichte erlebt haben, aber auch auf einem modernen, multimedialen Museumskonzept sowie der Didaktik, um die über Jahrhunderte währende, bewegte Geschichte des Landes für alle Besucher greif- und fassbar zu gestalten.

    Hintergrundinformationen:

    JUNGFERNREDE ZUM KULTURETAT

    „Künstlerinnen und Künstler sollen sich um ihre Kunst kümmern können und keine allmähliche Verwandlung in Buchhalter und Betriebswirte erfahren.“

    Mit 223 Millionen ist der Kulturetat in NRW auf einem allzeitlichen Höchststand, doch selbst das ist nur der Anfang. Innerhalb der gesamten Legislaturperiode soll der Etat um 50% auf 300 Millionen steigen. Die Finanzierung erfolgt dabei nicht mit der Gießkanne, sondern mittels praktischer, systematischer Evaluation. Statt theoretischer Konzepte und Verwaltung aus sieben Jahren Rot-Grün folgen nun konkrete Maßnahmen und der Abbau unnötiger Bürokratie für die Künstlerinnen und Künstler. Oberstes Ziel ist dabei die konstruktive Zusammenarbeit aller Akteure im Kulturbetrieb, damit dieser sein Potenzial als attraktiver Kulturstandort vollkommen entfalten kann.

    Hintergrundinformationen:

    Zwei Hauptinstrumente:

    • Kulturförderplan mit drei Schwerpunkten
      1. Individuelle Förderung der Künstlerinnen und Künstler
      2. Kulturelle Bildung
      3. Digitalisierung der Kultur
    • Landeskulturbericht zur empirischen Untersuchung und Evaluation der Fördermitteleinsätze